01.11.2019

Die großen Kieselsteine

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Ein alter Professor sollte einer Gruppe von 15 Top-Managern von amerikanischen Großunternehmern eine Vorlesung über sinnvolle Zeitplanung halten. Er hatte nur eine Stunde Zeit, ihnen sein Wissen weiterzugeben.

Der Professor stellte einen großen Glaskrug auf sein Pult. Danach füllte er ihn mit faustgroßen Kieselsteinen.

Als kein Stein mehr darin Platz hatte, fragte er: „Ist der Krug voll?“

Die Manager sagten: „Ja, er ist voll.“

Daraufhin holte er einen Becher mit feinem Kies hervor und schüttete ihn in den Krug. Die kleinen Steinchen verteilten sich in alle Lücken. Wieder fragte der Professor: „Ist der Krug voll?“ Dieses Mal zögerten die Manager mit der Antwort: „Wahrscheinlich nicht ...“

Nun nahm der Professor einen Sack mit Sand und ließ den Sand in den Krug hineinrieseln, bis alle Ecken ausgefüllt waren. Als der Professor wieder fragte: „Ist das Gefäß voll?“, meinten seine gewitzten „Schüler“: „Nein!“

Zum Schluss nahm der Professor eine Wasserkanne und füllte den Krug bis zum Rand mit Wasser. Dann blickte er auf. „Was können wir aus diesem Experiment lernen?“

Einer der Manager sagte: „Auch wenn wir meinen, unser Zeitplan wäre dicht, können wir immer noch einen Termin oder andere wichtige Dinge einschieben.“

Der Professor schüttelte den Kopf. „Nein, ich wollte etwas ganz anderes deutlich machen: Wenn man die großen Kieselsteine nicht als erstes in den Krug legt, werden sie später niemals alle hineinpassen. Und was, meine Herren, sind Ihre großen Kieselsteine? Ihre Gesundheit? Ihre Familie? Ihre Freunde? Ihre Zeit der Erholung? Ihre Träume? Was ist Ihnen wirklich wichtig?“

Da wurde es still im Raum ... „Meine Herren, stellen Sie sich täglich die Frage nach den großen Kieselsteinen. Und dann packen Sie sie zuerst in den Krug Ihrer Zeitplanung. „Put first things first ...“, lächelte der alte Professor.

Dieses Experiment kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Wenn Jesus zuerst in meinen „Krug“ kommt, dann hat mein Leben einen festen Grund. Das beginnt ganz praktisch mit meiner stillen Zeit am Morgen. Täglich in der Bibel zu lesen und zu beten, ist für mich keine Pflichtübung, sondern eine Freude: „Put first things first“! Es macht einen Unterschied … !

 

Autor: Claudia Flieder

Bildnachweis: pixabay