07.05.2021

Ein Original sein

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Es gibt eine Sorge und Furcht, mit der viele Menschen zu kämpfen haben. Vielleicht ist sie dir auch nicht fremd.

In 1. Samuel 15,19 und 24 lesen wir folgenden Dialog. Samuel fragt Saul: Warum hast du denn der Stimme des Herrn nicht gehorcht und bist über die Beute hergefallen und hast getan, was in den Augen des Herrn böse ist?
Saul gibt seine Antwort in Vers 24: „Ich habe gesündigt, dass ich den Befehl des Herrn und deine Worte übertreten habe; denn ich fürchtete das Volk und hörte auf seine Stimme.“
Hier ist der Kern des Problems: „Ich fürchtete das Volk und hörte auf seine Stimme.“ Saul gab zu, dass er besorgt war, was andere Leute über ihn dachten und über ihn sagen würden. Als Folge davon traf er eine schlechte Entscheidung, die dem widersprach, was Gott wollte. Er wollte den Menschen gefallen.
Allzu viele Menschen – selbst viele Gläubige – werden von Sorgen darüber verzehrt, was andere Leute über sie denken und sagen könnten. Doch die Bibel warnt uns: Der letzte Ort, von dem wir unseren inneren Frieden abhängig machen sollten, ist der Kopf eines anderen Menschen. Sprüche 29,25 sagt dazu: Menschenfurcht stellt eine Falle.
Saul ist dafür das perfekte Beispiel. Er erreichte nicht, wozu er bestimmt war; er erfüllte nie den Zweck seines Lebens, weil er zu besorgt darüber war, was andere über ihn dachten, obwohl Gott ihn als König erwählt hatte.
Jemand bemerkte einmal sehr weise: Es ist nicht das, was ich denke, was mich formt und antreibt, und es ist auch nicht das, was Sie denken, was mich formt und antreibt. Es ist das, was ich meine, dass Sie über mich denken, was mich formt und antreibt.
Ich lebe fremdbestimmt, wenn ich mich von dem antreiben lasse, was andere über mich denken. Dabei verbiege ich mich und lasse mich verformen. Ich übergebe das Lenkrad meines Lebens gleichsam anderen.
Formen und antreiben lassen darf ich mich von Gott. Und er geht da sehr behutsam vor – er greift nicht ungefragt ins Lenkrad. Wer auf seine Ratschläge hört, nimmt seine Stimme wahr, die hilft, zum Ziel zu navigieren. Sein Ziel mit mir ist, mich zu einem Menschen zu machen, der ein wirklich erfülltes Leben führt, seine Möglichkeiten ausschöpft und ein Original ist, das zu seiner Ehre lebt und in ihm geborgen ist, weil ich wissen darf, dass er das Beste für mich will.
Und wenn ihr zur Rechten oder wenn ihr zur Linken abbiegt, werden deine Ohren ein Wort hinter dir her hören: Dies ist der Weg, den geht! Jesaja 30,21 

Autor: Oliver Fichtberger

Bildnachweis: freepik

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