05.06.2020

Göttliche „Hausmittel“

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Mitunter trifft man auf Zeitgenossen, die sehr alt geworden und dabei noch rüstig sind. Diese Methusalems sterben nicht etwa mit 75 an einem Herzinfarkt, sondern eher mit 98, bei einem Sturz vom Fahrrad.

Manchmal erkundige ich mich bei ihnen nach dem Geheimnis ihres hohen Alters. Hinter vorgehaltener Hand verraten sie mir dann ihre Hausmittel: „Ich esse zu jedem Mittagessen drei bis fünf Knoblauchzehen.“ Eine intensive Geruchsnote bestätigt das Gesagte. Oder: „Ich gehe jeden Tag eine Stunde spazieren.“ Etc. Was haben solche Wundermittel gemeinsam: Sie werden regelmäßig eingenommen, bzw. täglich praktiziert.


Übrigens: Gott bietet uns in der Bibel auch „Hausmittel“ an, Prinzipien, die bei täglicher Anwendung ihn verherrlichen und unser Dasein lebenswert machen. In 1. Thessalonicher 5,15-18 empfiehlt Paulus vier geistliche Lebensregeln: 1. Böses nicht mit Bösem vergelten. 2. Allezeit fröhlich sein. 3. Allezeit beten. 4. In allen Dingen dankbar sein. Wir Adventisten konzentrieren uns sehr auf die „großen Zehn“ und übersehen dabei manchmal die vielen „Kleinen“. Eigentlich schade, denn so entgeht uns viel.


Als ich einmal beim Augenarzt warten musste, las ich in einem GEO-Magazin einen interessanten Artikel über menschliches Verhalten und Gewohnheiten. Der Autor zeigte auf, dass ein Großteil unserer Handlungen, Gefühlsreaktionen und Denkprozesse automatisch abläuft. Um neue Verhaltensweisen zu automatisieren, braucht es in der Regel mindestens ein bis drei Monate.
Einmal ist also keinmal. Eine zweitägige geistliche Konferenz hinterlässt bei den Teilnehmern zwar Spuren, kann aber bei ihnen noch keine neuen Gewohnheiten bilden. Da ist Zusammenarbeit gefragt: Gott schenkt die Prinzipien und die Kraft, wir dürfen die göttlichen Hausmittel täglich anwenden.


1. Hausmittel: Böses nicht mit Bösem vergelten. Gott empfiehlt: „Wenn du schon an die bösen Mitmenschen denkst, dann daran, was du ihnen Gutes tun kannst!“ (Auch das „Grenzen setzen“ wird in der Bibel angesprochen.) Viele von uns achten darauf, dass nur vollwertige Nahrung auf den Teller kommt. Wie viel mehr sollten wir auf unsere Gedanken (unseren Mitmenschen gegenüber) achten!
2. Hausmittel: Allezeit fröhlich sein. Freude wird in der Bibel nicht nur als Frucht des Geistes angeboten, sondern auch geboten. Diese Freude kommt aus einer tiefen Gemeinschaft mit Gott.
3. Hausmittel: Allezeit beten. Gott hat den Menschen mit einer Software ausgestattet, die eine ständige Kommunikation mit ihm ermöglicht. Gott ist immer online.
4. Hausmittel: In allen Dingen dankbar sein. Die Österreicher werden manchmal als Raunzer bezeichnet! Österreichische Gläubige nehmen ihr Leben (meist) dankbar aus Gottes Hand und rechnen mit seiner Hilfe und Kraft.
Übrigens: Übung macht den Meister! Die erwünschte Wirkung der göttlichen Hausmittel: Sie revolutionieren bei täglicher Anwendung dein Leben.                                            

Autor: Peter Krumpschmid

Bildnachweis: xooplate.com

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