07.08.2020

„Gut gepackt?“

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Jetzt ist sie wieder da – die (angeblich) schönste Zeit des Jahres: die Urlaubszeit! Endlich abschalten, sich erholen, neue Gegenden kennenlernen, Zeit haben für die Familie und vieles mehr verbinden wir mit dem Begriff „Urlaub“.

Vielleicht haben wir uns schon das ganze Jahr darauf gefreut, im Stress und der Routine des Alltags davon geträumt. Nun ist er da und große Erwartungen verknüpfen sich mit dieser besonderen Zeit. Was wollen wir nicht alles erleben und besichtigen, wie gut wird uns die Natur und die sportliche Betätigung tun, wie schön wird der Tag ohne Termine und Druck ablaufen. Doch wohin auch immer - allzu viel Gepäck sollte man nicht mit sich schleppen. Stichwort „Gepäck“: Was tragen wir im Alltag so alles mit uns herum? Haben wir unseren „Lebens-Rucksack“ gut gepackt? Was belastet dich? Vielleicht sind es Sorgen um die Zukunft. Diese Welt wird nicht besser, das sehen wir alle. Wie soll es in Krisenzeiten weitergehen? Dazu kommen noch die persönlichen Herausforderungen in Familie und Beruf. Vielleicht gibt es da und dort Reibungen, Konflikte, persönliche Krisen. Was hat Gott damit zu tun? Mich beeindruckt immer wieder, dass die Bibel für unser Leben praktische Hilfen anbietet. Gott vertröstet uns nicht mit billigen Worten, sondern er hat ein ganz konkretes Angebot: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch“ (1. Petrus 5,7).

Wenn wir genau hinschauen, dann merken wir, dass hier die Existenz von Sorgen gar nicht geleugnet wird. Ja, in dieser Welt haben wir Sorgen. Auch als Christ bin ich besorgt um dies oder das. Am liebsten würden wir die Sorgen wegwerfen, rausschmeißen aus unserem Leben. Doch wohin damit? Die Bibel findet hier erstaunliche Worte: Wirf die Sorgen auf Gott! Wir sollen, dürfen etwas auf Gott werfen? Ja, er nimmt sie entgegen, unsere Sorgen. Wir brauchen damit nicht verschämt herumzudrücken, uns etwa gar Vorwürfe machen, dass wir uns noch immer sorgen, an unserem Christsein zweifeln und vielleicht uns mit anderen vergleichen, die scheinbar so sorglos vor sich hin leben - nein, die Aufforderung lautet: nimm sie, deine Sorgen und wirf sie auf Gott! Wieso denn das? Du liegst Gott am Herzen. Er meint es gut mit dir. Und er weiß um die Last der Sorgen, die du mit dir trägst. Also, behalte deine Sorgen nicht, klammere dich nicht daran fest, hüte und hege sie nicht in deinem Herzen, sondern nimm und wirf sie weg – auf Gott! Und dann wirst du erleben, wie Gott damit umgeht - zu deinem Segen. So gesehen kann der Urlaub gut werden, aber so gesehen kann noch viel mehr der neue Tag, wo auch immer du ihn verbringst, gut werden, denn Gott ist dein Helfer! 

Autor: Claudia Flieder

Bildnachweis: Kolobsek

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