05.03.2021

Leben im Licht

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„Schön, dass die Tage jetzt wieder länger werden!“ „Ich genieße die Sonne im Frühling!“ Solche und ähnliche Sätze kann man derzeit immer wieder hören.

Die Aussagen sind nur allzu verständlich, denn wer würde sich nach dem Winter nicht über ein paar wärmende Sonnenstrahlen freuen?! Licht tut gut. Es wärmt, es erfreut das Herz und sorgt für ein sonniges Gemüt. Licht steht für Leben, für Wachstum und Gedeihen. Und tatsächlich: Tier- und Pflanzenwelt brauchen Licht, um sich entwickeln und entfalten zu können. Und wir Menschen? Leben wir im Licht oder sitzen wir im Schatten? – Im übertragenen Sinn gemeint, denn „Licht“ ist in der Bibel ein wichtiger Begriff. Menschen, die keine persönliche, lebendige Beziehung zu Gott haben, werden als „im Dunkel lebend“ bezeichnet. Jesaja 9,1. Wir kennen diese Situation von unserer Alltagssprache her, wenn wir sagen, jemand hat eine „trübe Stimmung“ oder „dunkle Gedanken“. Auch Jesus verwendet diesen Begriff, wenn er von der „inneren Finsternis“ spricht. Matthäus 6,23. Wenn wir um uns blicken oder aber auch in uns hinein, so können wir nur bestätigen: Ja, die Finsternis ist groß, unsere Welt liegt im Dunkeln. Dazu bedarf es nur eines kurzen Blickes auf die täglichen Schlagzeilen und Nachrichten in den Medien, dazu reicht unser eigenes Erleben. Wir können nicht selbst für das Licht sorgen, das wir zu unserem inneren Wachstum brauchen. Niemand kann sich selbst hell machen. Doch die gute Nachricht ist: Uns scheint tatsächlich ein Licht, ein himmlisches sogar. Jesus selbst sagt von sich:
„Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe“. Johannes 12,46. Was ist damit gemeint? Menschen, die Jesus in ihr Leben aufgenommen haben, erfahren eine innere Veränderung. Dort, wo vorher Angst geherrscht hat, dort wird neuer Mut sichtbar, wo Kummer und Sorgen den Menschen niederdrücken, dort kann er in der Gegenwart Gottes neu aufleben und endlich befreit durchatmen, wo Schuld ihn gefangen hält, dort entfaltet Vergebung ihre heilende Wirkung. Wer im Licht lebt, möchte es nicht mehr missen – und so geht es auch Menschen, die von Gott ergriffen sind. Doch der Blick reicht darüber hinaus: was machen wir mit einer Welt, die im Dunkel danieder liegt? Beneiden wir unsere Nachbarn und Freunde um deren scheinbares „Wohlergehen“ oder treibt uns die Liebe zum Nächsten, um ein wenig Licht in seine Dunkelheit zu bringen? Christen sehen weiter, sie bleiben nicht bei den künstlichen Lichtquellen, den glitzernden Fassaden und grellem Schein von Satans Irrlichtern stehen. Sie wissen, dass gerade diese unsere Welt Licht von oben her benötigt, um wieder zum wahren Menschsein zurückzufinden. Lass dich nicht davon abhalten, das Evangelium, die „Gute Nachricht“ in unsere Welt hinauszutragen – das Licht Gottes scheint dir und es möchte auch dem Menschen neben dir leuchten! 

Autor: Claudia Flieder

Bildnachweis: majaFoto

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