02.04.2021

Licht fürs Leben

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Freust du dich auch auf die Jahreszeit, in der die Tage länger und die Nächte kürzer werden? Vielleicht geht es dir ähnlich wie mir: Ich verlasse während der WInterzeit in der morgendlichen Dunkelheit das Haus und ...

komme erst in der abendlichen Finsternis wieder heim. So lief das die letzten Monate. Aber nun erlebe ich täglich, dass es heller wird.
Das bringt mich zu der Frage: Wie sieht es in meinem Glaubensleben derzeit aus? Herrscht da geistliche Finsternis oder das Licht des Lebens vor? Wie würdest du deinen Glaubenszustand beschreiben? Winterlich oder schon hell? Im Übergang begriffen? Eine wichtige Frage. Dass Jesus „das Licht des Lebens“ ist, wissen Bibelleser. Doch was das praktisch bedeutet – darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Der eine sieht sich als „im Lichte lebend“ an, weil er schon viele Sünden überwunden an. Der andere macht sich dauernd runter, weil er in der Nacht seiner Abhängigkeit/Sucht steckt. Und der dritte wiederum sieht gar nicht auf sich selbst, sondern urteilt kritisch über den Glauben seiner Mitmenschen.
Keine der genannten Möglichkeiten erweisen sich im Licht der Bibel als der Weg Jesu. Das „Licht des Lebens“ meint ja weder Taschenlampe noch grelle Spots, sondern eine PERSON: Jesus Christus! Und beim biblischen Glauben kommt es ja immer auf die Beziehung zu Jesus an. Glaube ist kein Gebäude von Dogmen, sondern eine innige Verbundenheit mit Gott! Und das ist kein Diskussionsgegenstand oder intellektuelle Beschäftigung. Im Gegenteil: Jesus fand ernste Worte, als er über das Licht des Lebens sprach. So heißt es in Johannes 12, 35.36: „Noch eine kleine Zeit ist das Licht unter euch. Wandelt, während ihr das Licht habt, damit nicht Finsternis euch ergreife! Und wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. Während ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Söhne des Lichtes werdet!“ Mir als überzeugte Christin sagt das, dass ich von Gott eine ungeheure Chance geschenkt bekommen habe: Ich kann im Licht leben, ich kann mit Jesus leben. Und: Mit der Finsternis spielt man nicht.
Es gibt viele „Irrlichter“ in dieser Welt, die uns - wie früher den Wanderer in der Moorlandschaft - vom festen Boden auf sumpfiges Gelände führen wollen. Das bedeutet nicht, dass wir nun hinter jeder Ecke den Teufel sehen sollen, sondern dass wir einfach prüfen, was uns näher zu Gott bringt - und was nicht. Das Licht des Lebens macht uns zu „Kindern des Lichts“. Und wer möchte das nicht sein!?

Autor: Claudia Flieder

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