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15.11.2022

Pfingsten 2.0

Unsere Welt steht unter multiplen Spannungen. Die Ausbeutung des Planeten führt zu irreversiblen Schäden mit ungewissen Folgen.

Zunehmendes wirtschaftliches Ungleichgewicht fördert soziale Ungerechtigkeit und Armut. Krisenherde destabilisieren das weltpolitische Gefüge. Viele Menschen in unserer Gesellschaft haben Angst vor einer ungewissen und unsicheren Zukunft. Welche Folgen diese Entwicklungen auf unsere Familien und Gemeinden nach sich ziehen werden ist ungewiss. Kommt Jesus bald wieder? Sind wir bereit für ein Grand Finale?

Wir singen in unseren Gottesdiensten: „Wir haben eine Hoffnung, die uns durch das Leben trägt … Jesus kommt wieder, ein Ruf geht um die Welt. Wir können es bezeugen, dass Gott sein Versprechen hält, und wenn er kommt in den Wolken, dann wird ihn jeder sehen; dann werden wir voll Freude ihm entgegen gehen.“

An Gottes Absicht hat sich zweifelsfrei nichts geändert. Wie steht es aber um die Sehnsucht seiner Nachfolger auf Erden? Wünschen wir uns das?

Menschen in unserem Umfeld haben das Vertrauen in Kirche, Religion und organisierten Glauben zum großen Teil verloren. Häufigste Ursache ist menschliches Versagen. Dennoch tragen sie eine tiefe Sehnsucht nach Herzensfrieden, Geborgenheit und einem erfüllten Leben in Harmonie in sich. Sie suchen nach vertrauenswürdigen „Vorbildern“, die sie mit Jesus, dem WEG, der WAHRHEIT und dem LEBEN bekannt machen und begleiten. Sind wir Orientierungslichter in einer dunklen Welt?

Am Beginn der Apostelgeschichte wird uns eine verunsicherte Jüngerschar beschrieben. Bislang drehte sich ihr Alltag um Jesus und besondere Erlebnisse mit ihm. Seit dem Kreuzestod und der Auferstehung war jedoch alles anders. Eine Zukunft ohne Jesus auf Erden – wie sollte das gehen? 40 Tage wurden sie von Christus auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Für Spekulationen über zukünftige Ereignisse ließ Jesus keinen Raum. Hingegen gab er zwei Anweisungen, die seine Nachfolger für einen weltumspannenden Dienst befähigen sollten: „Bleibt hier in Jerusalem, bis der Vater euch sendet, was er versprochen hat … Aber wenn der Heilige Geist über euch gekommen ist, werdet ihr seine Kraft empfangen. Dann werdet ihr von mir berichten – in Jerusalem, in ganz Judäa, in Samaria, ja bis an die Enden der Erde.“ Apostelgeschichte 1,8
 
Pfingsten 2.0 – sehnen wir uns danach? Glauben wir an eine Wiederholung dieser Ereignisse? Warten wir aktiv, um den Heiligen Geist erneut zu empfangen? Die himmlische Zusage gilt immer noch. Menschliches Bemühen vereint mit der Kraft des Heiligen Geistes werden diese Welt noch einmal bewegen. Dich auch?

Autor: Reinhard Schwab