01.01.2021

Sturm voraus – Kopf hoch!

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Als gesundheitlicher Problembereich Nummer eins erweist sich die Wirbelsäule. Das zeigen die Ergebnisse einer 2007 in Österreich durchgeführten Erhebung. Rund ein Drittel der Personen im Alter von 15 und mehr Jahren,

also fast 2,3 Millionen Menschen, leiden hierzulande unter Wirbelsäulenbeschwerden. Sie werden durch Haltungsschäden ausgelöst, die oft schon im Kindesalter auftreten. Bewegungsmangel, langes Sitzen vor PC oder Fernseher und eine krumme Körperhaltung führen immer häufiger schon bei Kindern und Jugendlichen zu Wirbelsäulenbeschwerden.


Ein großer Teil der Bevölkerung leidet also an Haltungsschäden. Auch manche Christen sind nicht davor gefeit. Da gibt es die „Kleingläubigen“, die ihre Köpfe hängen lassen. Manche bewegen sich unterwürfig durchs Leben – Buckeln schadet ebenso der Wirbelsäule.
Als bibelgläubiger Mensch fragt man sich angesichts dieser Thematik, ob auch das Wort Gottes etwas dazu zu sagen hat. In Lukas 21,28 findet man einen entsprechenden Hinweis: „Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ Der Zusammenhang des Abschnittes verweist auf die Zeit kurz vor der Wiederkunft Jesu. Dreimal wird die Reaktion der Menschen auf die gewaltigen Naturkatastrophen erwähnt: „den Leuten wird bange sein“, „sie werden verzagen“, „die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge“ (Verse 25 und 26).


Welche Haltung sollen nun die Gläubigen angesichts dieser schrecklichen und unheimlichen Vorkommnisse einnehmen? Empfiehlt Jesus, sich zu verkriechen, bis alles vorbei ist? Oder den Kopf einzuziehen, damit man nichts abbekommt? Nein, im Gegenteil! Jesus fordert seine Kinder auf, den Kopf zu erheben, sich freudig aufzurichten. Wenn es mit der Welt bergab geht – dann Kopf hoch! Klingt das nicht naiv oder gar leichtsinnig? Nein, weil da noch dieser Nachsatz steht: „darum, weil sich eure Erlösung naht“! Woran erkennt man also Christen in der Endzeit? An ihren erhobenen Häuptern! An ihrem sehnsüchtigen Warten auf ihren Herrn und Erlöser!
Diese Haltung dürfen Christen nicht nur im Hinblick auf das Geschehen in der Endzeit annehmen, sondern auch für ihr ganz persönliches Leben. Geht es in deinem Leben rund? Bist du verzagt? Dann ermutigt dich Jesus, dich hoffnungsvoll aufzurichten und deinen Blick fest auf ihn zu richten. Schau nicht auf die „brausenden Wasserwogen, die dich zu verschlingen drohen“ (Vers 25), sondern „erhebe dein Haupt, weil sich auch deine Erlösung naht“. Nicht zuletzt dürfen wir unseren Mitmenschen mit der frohen Hoffnung der Wiederkunft Jesu Mut machen. Damit auch sie mit erhobenen Häuptern durch schwierige Zeiten gehen können.

Autor: pk7

Bildnachweis: Fotolia/Katrina Brown

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