03.11.2022

Video: Wenn Gott ein Wunder tun würde…

Es sollte zu einem Dialog über die Zukunft unserer Kirche anregen. Impulse für ein positives Gestalten des Miteinanders aus dem Istzustand heraus. Mit dieser Idee ging das intern betitelte „Wundervideo“ im Sommer 2022 in Planung.

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Ein Blick Hinter die Kulissen des "Wundervideos"

So ein Videoprojekt ist wie das Leben. Wir kennen das Ziel, doch die Ressourcen sind knapp und Herausforderungen sind vorprogrammiert. Das Einzige, was sicher ist: dass uns Gottes Gnade durchtragen wird, egal was am Ende dabei rauskommt. Klingt nach Klischee, ist aber tatsächlich eine Beobachtung, die sich für mich immer wieder bestätigt.

Bei diesem Projekt war es nicht anders. Aufgrund diverser Zwischenfälle musste der Dreh zunächst mehrmals nach hinten verschoben werden. Dadurch verloren wir bereits gefunden geglaubte Drehorte - Weizen- und Hirsefelder wurden jeweils knapp vor Drehbeginn abgeerntet. Neue Drehtage zu finden, an denen alle beteiligten verfügbar waren, wurde schwierig und die Zeit bis zur geplanten Fertigstellung immer knapper.

Miriam beim Interview zum "Wundervideo"

Letztendlich war es bereits September. Ein Wunder für sich, dass es nur vor und nach den Drehtagen regnete. Und im letzten Moment fanden wir durch Zufall eine kleine Wiese, die uns ein gläubiger Christ für die Dreharbeiten zur Verfügung stellte. Nicht nur das, wir durften auch den nahe gelegenen Wald und die Forstrasse nutzen. Vielen Dank an dieser Stelle für die Kooperation!

Drehort des "Wundervideos". Die Mitwirkenden konnten zunächst 15 Minuten im Wald über die Frage nachdenken. Er ist im Hintergrund zu sehen.

Nur dadurch wurde es möglich und entstand im Endeffekt die Idee, Kirchenmitglieder mit einem Brief auf einen Spaziergang in den Wald zu schicken, sodass sie sich innerlich ganz auf die gestellte Frage einstellen konnten: „Wenn Gott ein Wunder tun würde, wie sähe deine Kirche dann aus?“.

Nach dem Spaziergang nahmen die zehn Personen jeweils vor meiner Kamera Platz und aus der Frage entstand ein Gespräch. Das Ergebnis dieses Gesprächs war offen. Weder mein Gegenüber noch ich selbst wussten, wo die Reise hin gehen würde. Wir baten um Gottes Führung und ließen uns gemeinsam darauf ein. Für mich war es spannend, meine Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in ihren Gedanken zu begleiten und dadurch eine neue Seite von Kirche kennenzulernen. Viele unserer Mitglieder und auch ich selbst haben oft ein vorgefertigtes Bild von Kirche. Am Ende dieser insgesamt fünf Stunden Gesprächszeit hatte sich mein Bild jedoch verändert. Es ist fast so, als wäre bei mir selbst ein Wunder durch das „Wundervideo“ passiert.

Christoph filmt Carla beim öffnen des Briefes. Die Teilnehmer wurden beim Spaziergang durch den Wald dokumentarisch begleitet.

Ich war zu Beginn nicht sicher, ob adventistische Kirchenkultur in Österreich wirklich eine positive Zukunft hat, ob nicht der Weg hin zu einem liebenden Miteinander nach Jesu Vorbild viel zu schwierig für uns wäre. Während der Produktion habe ich für mich aber erkannt, dass in unserer Gemeinschaft und unserer Vielfalt an unterschiedlichen Menschen ein unglaublich großes Potenzial steckt. Menschen, die Gott kennengelernt haben und ernsthaft gläubig gemeinsam auf dem Weg sind. Daraus kann Gott doch mit Sicherheit ganz leicht eine lebendige Kirche zum Segen für viele machen.

Ich bin beeindruckt, wie Gott solche Projekte nutzt, um nicht nur Zuschauer zum Nachdenken anzuregen, sondern auch Mitwirkende näher zu sich zu ziehen. Die tollen Aufnahmen im Wald, die meine Kollegen einfingen und uns alle überraschten und die guten Ideen von Kollegen und Freunden für einen bewegenden Zusammenschnitt des Materials sollen nicht unerwähnt bleiben. Danke an dieser Stelle an alle Mitwirkenden. Trotz vieler Herausforderungen und Umwege hat alles am Ende dazu geführt, dass es ein Weg innig mit Gott an unserer Seite wurde, auf dem Neues entstehen konnte, das wir noch nicht kannten und kennen.

Geht es dir auch so in deinem Leben? Dass es mittendrin nach Schlamassel aussieht und du danach feststellst, dass dich Gott genau den Weg geführt hat, der dir zum Segen geworden ist, den du vielleicht gebraucht hast? Es ist gut, ab und zu innezuhalten und zurückzublicken, um das zu sehen. Mit dieser Erkenntnis ausgestattet birgt dann ein Blick in die Zukunft umso mehr Hoffnung und Chancen.

Möchtest du mehr über unsere Kirche erfahren oder hast du Fragen und möchtest dich mit jemandem darüber austauschen? Kontaktiere uns oder entdecke unsere spannenden Angebote auf: www.adventisten.at

Helfried beim Interview. Die letzten Interviews am Abend wurden mit zwei portablen Scheinwerfern ausgeleuchtet.
Bild vom Autor zum Weblog Video: Wenn Gott ein Wunder tun würde…

Autor: Sebastian W