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31.10.2022

Wenn Gläubige beten

Ein Blick in die Nachrichten lässt erkennen, dass wir als Gesellschaft auf ungewisse Zeiten zusteuern. Eine allgemeine Beunruhigung ist wahrnehmbar. Immobilienpreise und Baukosten schießen durch die Decke, Lieferketten sind nach wie vor ...

instabil und die Abhängigkeiten einer globalisierten Wirtschaft werden immer deutlicher spürbar. Kaum wird es um die Pandemie ruhiger, stehen wir als Gesellschaft vor der Frage: Wie warm darf es nächsten Winter in unseren Wohnungen sein? Investitionen in „erneuerbare Energie“ stehen hoch im Kurs, der Selbstversorgergarten, kommunales Miteinander und viele andere Bemühungen sind ein menschlicher Versuch, um krisensicher zu werden.
 
So unangenehm und unsicher die Zukunft auch wirken mag, die aktuellen Umstände führen zu einem Umdenken in unserer Gesellschaft. Investitionen in Nachhaltigkeit, Beständigkeit und wertebasiertes Handeln werden immer bedeutender. Eine neue Offenheit für den Glauben, Gott und den Wert spiritueller Ruhezonen ist erkennbar. Menschen suchen nach zuverlässigen Antworten auf existentielle Fragen.
 
Als sich Gottes Volk in babylonischer Gefangenschaft befand, forderte sie Gott auf: „Setzt euch ein für den Frieden und das Wohlergehen Babels, wohin ich euch als Verbannte geschickt habe. Betet für das Wohlergehen der Stadt – denn wenn die Stadt, in der ihr gefangen gehalten werdet, Frieden hat, habt ihr auch Frieden.“ Jer. 29,7
 
Beispiele aus Gottes Wort machen die Kraft des gemeinsamen Gebets deutlich. Mose, Hur und Aaron auf einem Hügel beten für den Sieg der Schlachtreihen Israels. Daniel und seine Freunde bitten Gott um Verständnis für den Traum Nebukadnezars. Er offenbart ihnen die Zukunft und rettet die Gelehrten Babylons vor dem sicheren Tod. Esther ruft alle Exiljuden aus Susa zu Gebet und Fasten auf und rettet damit einer Unzahl an Menschen das Leben. Nehemia plant unter Gebet den Wiederaufbau von Gottes Stadt und der Herr schenkt trotz erheblichem Widerstand Gelingen.
 
In dem Büchlein „Schritte zu Jesus“ behandelt Ellen White in Kapitel 11 den Wert des Gebets. Sie schreibt: „Kein Zeitpunkt oder Ort ist ungeeignet, um Gott eine Bitte vorzubringen … Erzähle Gott deine Nöte, Freuden, Sorgen, deinen Kummer und deine Ängste. Du kannst ihn nicht belasten, du kannst ihn nicht ermüden … Bringe alles zu ihm, was deine Gedanken verwirrt … (S. 102-103) Ist es nicht das, was Menschen in unserem Umfeld heute dringend benötigen? Unsere Gebete und eine Anleitung, wie sie selbst die Kraft des Gebets in ihrem Leben erfahren können. Wenn Gottes Volk betet, wird Gottes Arm bewegt.

Autor: Reinhard Schwab

Bildnachweis: pixabay