07.01.2022

Wenn ich nur ...

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Haben sich im vergangenen Jahr viele deiner Wünsche erfüllt? Hast du dir das kaufen können, was du schon so lange wolltest oder dir die lang ersehnte Reise gegönnt? Wie geht es dir im Rückblick damit? Haben sich deine Erwartungen voll erfüllt?

Bist du jetzt glücklich?

Mit unseren Wünschen ist es so eine Sache. Sehr leicht bringen sie uns in einen „Wenn – dann“ Reflex: Wenn das nur passieren würde, dann würde ich glücklich sein! Wenn ich nur einen Freund hätte, dann würde ich glücklich sein. Wenn ich endlich verheiratet wäre, dann würde ich glücklich sein. Wenn ich Kinder hätte, dann würde ich glücklich sein. Wenn die Kinder die Schule hinter sich gebracht haben, dann werde ich glücklich sein. Wenn ich …, dann werde ich glücklich sein.

Doch: Du bist genauso glücklich, wie du willst. Glück ist eine Sache der Entscheidung. Wenn du jetzt nicht glücklich bist, wirst du es auch nicht später sein oder dann, wenn du mehr hast. Du kannst die ärmsten Menschen dieser Welt besuchen und wirst dort Tür an Tür welche finden, die glücklich sind neben jenen, die unglücklich sind. Genau das gleiche Bild wird sich bei den Reichen ergeben: Manche sind glücklich, manche nicht, trotz all ihres Reichtums. Glück ist keine Frage des Habens. Glück ist keine Frage der Umstände. Glück ist eine Frage der Haltung. Wenn du nicht glücklich sein kannst, mit dem, was du jetzt hast, dann wirst es garantiert auch nicht sein, wenn du mehr hast. Wer vom „Wenn – dann“ Reflex beherrscht wird, wird immer mehr wollen und nie genug haben.

Paulus schreibt an seinen jungen Freund und Kollegen Timotheus: „Gott gibt uns alles reichlich, was wir brauchen, und wir dürfen es genießen.“ 1. Timotheus 6,17 NBH. So ist Gott! Er gibt uns die ganze Welt, damit wir sie genießen dürfen. Leider sind wir so oft damit beschäftigt, noch immer mehr anzuhäufen, dass wir nicht mehr genießen können, was er uns bereits gegeben hat. Der Prediger erinnert uns: „Auch wenn Gott einem Menschen Reichtum und Vermögen gibt und ihn ermächtigt, davon zu essen, sein Teil zu genießen und sich am Ertrag seiner Mühe zu freuen, dann ist das eine Gabe Gottes.“ Prediger 5,18 NBH. Glück liegt darin, dass wir uns entscheiden, uns an dem zu erfreuen, was Gott uns bereits geschenkt hat. Zufriedenheit befreit aus der Tretmühle, immer mehr haben zu wollen und unser Glück von irgendwelchen Dingen oder Ereignissen in der Zukunft zu erwarten, denen wir doch wieder erneut hinterher hecheln werden. Sag Gott danke für das, was du hast, schenke her, was du davon nicht mehr brauchst, sieh an alles, womit er dich beschenkt hat. Wer zufrieden und dankbar ist, wird auch glücklich sein!

Autor: Oliver Fichtberger

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