19.02.2021

Wer bestimmt mein Leben?

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Böse Zungen behaupten: Wäre „Jammern“ eine Disziplin bei den olympischen Spielen, würden wir Österreicher sicherlich unter den Ersten landen.

Ob Politik, Nachbarn oder die Gemeinde – Gründe zum Klagen finden wir immer. Und zugegeben – klagen über die Umstände erleichtert kurzfristig. Wird Jammern aber zu einem Grundtenor des Lebens, hat man möglicherweise nicht die volle Verantwortung für sein Leben übernommen, sondern begegnet ihm von der Warte eines Opfers.
Manche meinen, dass diese Einstellung, sich als Opfer zu sehen, aus der Zeit stamme, als Kaiser und Kirche noch die Geschicke jedes einzelnen bestimmten. Andere merken augenzwinkernd an, dass sie ihren Ursprung wohl in unserer Zeugung habe, bei der unsere Eltern uns nicht um unsere Einwilligung baten. Wie auch immer – aus ungefragten Opfern werden Erwachsene und damit vermehren sich auch die Entscheidungsmöglichkeiten und die Selbstbestimmung.
Bin ich – in diesem Sinn – schon erwachsen geworden oder ziehen andere noch die Fäden in meinem Leben – meine Eltern, mein Partner, meine Kinder, mein Arbeitgeber, meine Triebe, die öffentliche Meinung, das Fernsehprogramm oder die Likes in den sozialen Netzwerken?
Sehe ich mich als ein Opfer der Umstände oder habe ich gelernt, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen?
Übrigens: Es gibt mehrere aktuelle Studien, die eindeutig beweisen: Nörgeln, Jammern und Raunzen gefährden mit der Zeit die Gesundheit. Und zwar im gleichen Maße wie das Rauchen oder der übermäßige Genuss von Alkohol. Wer ständig jammert, der schwächt sein Immunsystem, leidet an Energie-verlust und bekommt Hautprobleme. Übrigens: Gott bietet dagegen auch ein Heilmittel an – die Dankbarkeit!
Paulus ließ sein Leben nicht durch Tradition und Erziehung bestimmen und richtete es auch nicht nach den Erwartungen seiner Mitmenschen aus. Der Apostel verfolgte aktiv und ausdauernd ein Ziel, das er sich gesteckt hatte: „Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“ (Philipper 3,13 f.)

Autor: pk7

Bildnachweis: freepik/Asier Romero

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