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01.05.2022

Zeit und Ewigkeit

Ich kann mich erinnern, dass mir als Kind oft langweilig war. Da stellte ich dann Fragen wie: „Mama, was soll ich tun? Mir ist soooo fad!“

Als junge Erwachsene in der Ausbildungszeit hatte ich dieses Problem nicht mehr. Da wurde oft die Nacht zum Tag, weil ich wieder einmal zu spät begonnen hatte, für die nächste Prüfung zu lernen … In der Arbeit wurde die Zeit oft zu knapp und auch die Freizeit war immer wieder vollgepackt mit Unternehmungen und Aktivitäten. So ist das eben, wenn man erwachsen wird.
 
Doch halt, stopp! Wird Zeit wirklich zu knapp? Haben wir denn alle nicht gleich viel davon? Ich denke, die Frage ist eher, wie wir mit der uns von Gott geschenkten Lebenszeit umgehen. Wenn Arbeit als lästige Pflicht gesehen wird und die Freizeit als höchstes Gut, dann geraten wir in Stress. Doch wie schon im biblischen Buch Prediger geschrieben steht, hat alles seine Zeit. Gerade während der Coronazeit haben wir das gemerkt. Es gab Wochen, ja Monate, in der wir viele Stunden und Tage zuhause verbracht haben, manche von uns mit der Doppelbelastung Home Office und Kinderbetreuung bzw. Heimunterricht. Haben wir uns da nicht nach anderen, „besseren“ Zeiten gesehnt? Dann kam die Zeit der Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Endlich! Während ich diese Zeilen schreibe, weiß ich nicht, wie es in der Zukunft weitergehen wird. Wird eine zweite Ansteckungswelle kommen? Werden andere globale Probleme in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit rücken?
 
Die Zeiten werden immer schlechter. Diesen Satz habe ich schon oft von älteren Menschen gehört. Nun bin ich fast 50 und ich komme immer mehr zur selben Ansicht. Doch da muss ich mich wieder einbremsen. Jede Zeit hat ihre speziellen Probleme und Herausforderungen. Hatten wir es früher wirklich leichter? Hängt es nicht viel mehr von der persönlichen Lebenssituation ab, ob wir etwas als „leicht“ und „angenehm“ empfinden oder als „schwere Last“? Wie meine Freundin zu mir sagte: „Wir können nicht immer die Umstände ändern, aber immer unsere Einstellung dazu“. In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern dieses Artikels eine gute, ausgewogene Einstellung zur aktuellen Zeit, die wir mit unserem großen, ewigen und allmächtigen Gott positiv gestalten können!

Autor: Claudia Flieder

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