Wie redest du mit dir?

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Unsere Worte haben gewaltige Macht. Nicht nur die, die wir anderen sagen, sondern vor allem die, die wir an uns selbst richten.

Es ist schlimm genug, manchen Satz aus der Kindheit ein ganzes Leben mitzuschleppen. „Aus dir wird nie was!“ Schlimmer aber ist es, ihn sich selbst zu sagen. Wenn ich mich selbst als Versager sehe und mich auch als solchen bezeichne, stehe ich mir selbst im Weg. Denn was wir glauben, wird oft wahr. Gerade an der Art und Weise, wie ich mit mir selbst rede, wird schnell deutlich werden, woran ich tatsächlich glaube. Glaube ich den Worten derer, die mich klein machen wollen, und stimme ich in deren Chor mit ein? Oder glaube ich Gott, dass ich wertvoll, geliebt und bestens aufgehoben bin? Glaube ich ihm, dass er sich um mich kümmert und einen großartigen Plan für mich hat, egal wie meine Umstände aussehen? Wenn ich mich mit anderen unterhalte, spreche ich dann von seinen Möglichkeiten und seinen Versprechen oder schildere ich meine Unmöglichkeiten und tristen Aussichten?

Manchmal mag es arrogant erscheinen, mutig in die Zukunft zu sehen, Großes von Gott zu erwarten und auch entsprechend zu handeln. Abraham kann ein Lied davon singen. Eines Tages verlangte Gott von ihm, sich künftig Abraham statt Abram zu nennen: „Vater einer Menge“. Nur: Abraham war 99 Jahre alt und kinderlos. Trotz der naturgemäß sehr schlechten Aussichten, dass sich daran etwas ändern könnte, nannte er sich nunmehr „Vater einer Menge“. Seltsamer Name, müssen sich die Leute gedacht haben, falls sie nicht sogar lachen mussten, wenn sie ihn hörten: „Echt jetzt? Du nennst dich  ’Vater einer Menge’? Meinst du deine Schafe?“ Ja, Glauben kann auch anstrengend sein, wenn Gott große Pläne hat und wir keine.

Aber genau darum geht es im Glauben: Wir bewegen uns nicht mehr im Bereich dessen, was menschlich möglich ist, sondern nehmen Gott beim Wort, vertrauen ihm, dass er tut, was nur ihm möglich ist. In Römer 4,17 heißt es, dass Gott von zukünftigen Dingen spricht, als wären sie schon da. Von dem zu reden, was ist, ist leicht. Das ändert aber meist nichts. Oder wie motivierend klingt: „Du bist ein lausiger Vater, deine Karriere ist dir wichtiger als deine Kinder!“? Man könnte das aber auch ermutigend sagen: „Du kannst ein toller Vater sein. Ich wünsche dir und bete dafür, dass du Jesus erlaubst, deine Prioritäten zu ordnen, und du erlebst, dass du von deinen Kindern als gottesfürchtiger Vater bewundert wirst.“ Worte haben Macht. Nutze sie weise!

Autor: Oliver Fichtberger

Bildnachweis: unsplash/Laurenz Kleinheider

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