Großer Gott, ...

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... am Ende dieses Jahres möchte ich dir einen Brief schreiben. Du weißt schon, was mir am Herzen liegt, und trotzdem kann ich zu dir kommen. Echt, ehrlich, ohne Angst. Danke dafür!

Mein Gott, es war kein einfaches Jahr. Eigentlich waren es sogar sehr schwierige Monate. Manchmal habe ich nicht gewusst, wie es weitergehen soll. Mit mir, mit meiner Familie, mit dieser Welt. Krisen und Chaos, wohin ich blicke. Pandemie, Terror, Weltpolitik – es wird mir zu viel, wenn ich über all das nachdenke. Sorgen haben mich begleitet: Werde ich gesund bleiben? Kann ich meine Arbeit behalten? Wie sicher bin ich in unserem Land noch? Diese Fragen quälen mich, ich finde keine Antworten.
 
Während ich dir diese Zeilen schreibe, fällt mein Blick auf einen Gegenstand neben mir. Ach ja, meine Bibel! Hm, es wäre gut, einen Blick hineinzuwerfen, gerade jetzt. Dein Wort hat mir immer wieder Kraft gegeben, mich ruhig gemacht, mich belebt und erfreut. Ich blättere durch die Seiten, manche Bibeltexte sind bunt angemalt … Halt! Da ist er ja, mein Tauftext: „Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16,33)
 
Wie gut, das zu lesen, mein Gott! Ja, du kennst meine Angst und du verurteilst mich nicht dafür. Ich darf getrost sein, zuversichtlich, beruhigt: Du bist größer als diese Welt! Du bist größer als Corona, als Terror, als alles, was mich beschäftigt und belastet. Wer ist der Goliath in meinem Leben? Der kleine David war Sieger, weil DU mit ihm warst! Herr, du bist auch mit mir, das schenkt mir Mut!!
 
Frieden versprichst du mir – darüber möchte ich nachdenken. Ist Friede das Gegenteil von Angst? Wie meinst du das, Herr? Friede ist in dir, ich verstehe langsam … Da fällt mir gerade ein Zitat von Augustinus ein: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir, o Gott.“ Ja, danach sehne ich mich: nach Ruhe und Frieden! Das kann diese Welt wirklich nicht geben, das kannst nur du schenken. Herr, ich darf ankommen bei dir, endlich ruhig werden, endlich Frieden finden.
 
Es tut so gut zu wissen, dass du alles unter Kontrolle hast und dass du der ewige, allmächtige und barmherzige Gott bist.  Mit Sorgen habe ich meinen Brief an dich begonnen, mit herzlichem, frohem Dank möchte ich ihn schließen. Du bist gut, das weiß ich wieder tief und fest in meinem Herzen – und ich freue mich darüber! Ich lege mich und die Meinen, den heutigen Tag und die nächsten Monate in deine gute, starke Hand. Danke für deine Gegenwart, Herr, in dieser Welt und in meinem Leben!

In Liebe,
dein Kind   

Autor: Claudia Flieder

Bildnachweis: unsplash/hannah-olinger

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