Treffend dichtete Wilhelm Busch: Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr!

Vater

Wir haben alle einen Vater. Manche haben ihn noch nie gesehen. Andere kennen ihn zwar, erleben aber derart Schlimmes mit ihm, dass es eine attraktive Alternative wäre, würde er durch Abwesenheit glänzen.

Glücklich ist, wer einen Vater hat, der sein Kind liebt und so ist, dass das Kind ihm vertrauen kann. Ein Vater, der Schritt für Schritt in das Abenteuer Leben begeitet. Ein Vater, der dem Kind behutsam das Fenster in diese Welt immer ein Stück weiter aufstösst. Ein Vater, der ihm Mut macht, zu probieren, zu lernen, zu erobern, zu leben. Ein Vater, der atemberaubende Erlebnisse ermöglicht und Pflaster auf aufgeschrammte Knie klebt. Ein Vater, der tröstet und in den Arm nimmt. Ein Vater, der das schlafende Kind aus dem Autositz in sein Bettchen trägt. Ein Vater, der geduldig und schweißüberströmt die ersten Fahrversuche begleitet, bei denen ihm klar wird, dass ihm sein Kind so viel lieber ist als die Kupplung seines Autos. Ein Vater, dessen stolzer Blick auf dem Kind ruht, wenn es wieder etwas geschafft hat. Ein Vater, der sich schützend vor das Kind stellt. Ein Vater, der sich hinter sein Kind stellt. Ein Vater, der sein Kind loslässt. Ein Vater, der dennoch immer da ist.

Glücklich ist, wer so einen Vater hat. Aber kein Vater ist perfekt. Daher ist auch glücklich, der einen Vater hat, der seine Fehler zugeben und um Verzeihung bitten kann. Ein Vater, der dem Kind Recht gibt, wo es Recht hat und erkennen kann, selbst im Unrecht zu sein.

Ein Religionslehrer versuchte, seiner Klasse Gott als liebevollen Vater vorzustellen. Aufgebracht unterbrach ihn ein Schüler: "Hören Sie auf mit dem himmlischen Vater, mir reicht schon mein irdischer!" Leider ruft das Wort "Vater" nicht nur angenehme Erinnerungen hervor. Wenn in der Bibel von Gott als unserem Vater die Rede ist, dann birgt das natürlich die Gefahr, dass dies nicht nur zu positiven Reaktionen führt. Dabei muss man nur die Vergleichsrichtung ändern und nicht von den irdischen Vätern auf den himmlischen Vater schließen, sondern Gott als das Vorbild für alle Väter sehen. Er ist der Prototyp, das Modell.

Alles, was dein Vater war oder ist, was dir gefällt und alles, was du dir von ihm gewünscht hättest - und noch viel mehr. All das ist unser Vater im Himmel. Jesus nannte ihn liebevoll "Papa" - "Abba" auf aramäisch.

Wer sich auf die Suche machen möchte, seinen himmlischen Vater kennen zu lernen - hier gibt es verschiedene Angebote, Gott mihilfe der Bibel zu begegnen: http://www.hope-kurse.at/.

Weitere Gedanken zu Gott als Vater finden sich hier: Glaubensüberzeugung Nr. 3: Gott der Vater

All das und mehr ...

Autor: Oliver Fichtberger
Bildnachweis: Fotolia_71511220_M

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