Liebe wie die Sonne

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August – Sommer, Sonne, Urlaub und Erholung. Ich hoffe, du kannst diese schöne Jahreszeit genießen, auftanken oder auch mal „die Seele baumeln lassen“.

Die Sonne wärmt unsere Haut und wir fühlen uns beschenkt mit farbenfrohen Eindrücken aus der Schöpfung. Stichwort „Wärme“: Heute beklagen viele die zunehmende Kälte in unserer Gesellschaft. Nein, nicht von einer neuen Eiszeit ist hier die Rede, im Gegenteil, die Erde erwärmt sich immer mehr. Bei den Menschen ist das anders, genau umgekehrt. Schlagzeilen und eigene Erlebnisse machen uns deutlich, dass Individualismus, Konkurrenzdenken, Neid und Egoismus heute an der Tagesordnung sind. Darüber zu klagen, ist die eine Reaktion. Die andere entspricht dem, wovon in einem Bibelfernkurs für Kinder die Rede ist. Dort wird nämlich die Liebe Gottes mit der Sonne verglichen. Genauso wie die Sonne der Erde Wärme und Licht schenkt, wärmt uns die Liebe Gottes. Auf die Frage „Wie können wir Menschen helfen, die kalt und frostig sind?“ antworten die Kinder meist: „... indem wir sie lieben!“. Eine einfache Gleichung. Doch manchmal fällt sie uns so schwer: die Menschen um uns herum zu lieben. Vielleicht haben wir einfach nicht die passenden Gefühle, vielleicht zu wenig Zeit, vielleicht fühlen wir uns selbst nicht genug geliebt. Stichhaltige Gründe, doch sie ersetzen eines nicht: die Liebe, die unsere Welt so dringend braucht. Hast du die Liebe Gottes schon in dein Leben aufgenommen? Bist du dir bewusst, dass Gott dich herzlich, innig und persönlich liebt – so sehr, dass er seinen Sohn für dich gab? Ein Prediger verglich einmal unseren Dienst für die Welt mit dem Toten Meer: Wenn wir nur „aufnehmen“, aber nicht abfließen lassen, dann „versalzen“ wir, dann wird unser Leben zum „abgestandenen Wasser“. Dort, wo es einen Zufluss UND einen Abfluss gibt, dort bleibt das Wasser klar und frisch, dort ist auch Leben. Mit anderen Worten: Wir können die Liebe Gottes, die uns mannigfach begegnet - in der Bibel, in Predigten, im Dienst anderer, in persönlichen Erfahrungen – aufnehmen und aufnehmen, doch wenn wir sie nicht weitergeben, wenn wir selbst nicht lieben, dann fehlt unserem Leben der Austausch, der „Sauerstoff“. „Ich kann nicht lieben“, meinen manche. Und verwechseln schöne Gefühle mit einer positiven Grundeinstellung. Die Liebe der Bibel meint nicht so sehr ein gutes Gefühl, als eine achtende, dienende und segensreiche Haltung dem anderen gegenüber. Christen, die so lieben, verändern das Gesicht dieser Welt, sie sind wie ein wärmender Lichtschein in einer dunklen Nacht. Lass dich nicht davon abhalten, zu lieben – deine Familie, deine Freunde, deine Geschwister in der Gemeinde, deinen Nächsten wie dich selbst – und über allem unseren großen Gott, der uns mit seiner Liebe wärmt wie die Sonne – du wirst andere beschenken und selbst ein Beschenkter sein!

Autor: Claudia Flieder

Bildnachweis: freepik/valeria_aksakova

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