Adventisten für eine "vernünftige" Gesundheit!

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Bereits zur Zeit ihrer Entstehung im 19. Jhdt. waren Siebenten-Tags-Adventisten Vorreiter in Sachen Gesundheit. Sie stehen für eine ausgewogene Lebensweise und befürworten wissenschaftliche Medizin.

Am 12.10.2019 berichtete der Kurier von einer Familie aus freikirchlichen Umfeld, die aus religiösen Gründen ärztliche Hilfe für ihre an einer möglicherweise leicht behandelbaren chronischen Entzündung leidenden 13-Jährigen Tochter abgelehnt haben soll. Tragischerweise starb das Mädchen, die Eltern befinden sich in U-Haft. Die  sechs älteren Geschwister des Mädchens wurden in einer Betreuungseinrichtung untergebracht.

Es ist kaum zu ermessen, welches Leid eine solche Situation für die Familie hervorruft. Unsere Gebete begleiten die Familie.

Am Ende des Artikels werden Fälle erwähnt, in denen Kinder streng religiöser Eltern durch ähnliche Situationen zu Schaden kamen. So wird der Tod eines Kindes in England erwähnt, dessen Eltern Anhänger der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten gewesen sein sollen und ihrem Kind eine Vitaminbehandlung verweigerten.

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhält weltweit 198 Krankenhäuser und Sanatorien, 329 Kliniken und Sanitätsstationen [1] und 133 Altenheime und 21 Kinder - und Waisenheime [2]. Sie beschäftigt mehr als 120.000 Ärzte, Krankenpflege-Personal [1] und behandelte viele Millionen Patienten ambulant und stationär. Besonders herausragende Beispiele adventistischer Gesundheitseinrichtungen sind die Loma Linda Universität und die Florida Hospital Krankenhauskette. Sie erfreuen sich eines ausgezeichneten Rufes und höchster regionaler und internationaler Wertschätzung. 

Eine Meldung des adventistischen Pressedienstes zum tragischen Fall in England stellt richtig, dass die Eltern dieses Kindes zwar Adventisten waren, leider aber schon länger den Kontakt abgebrochen hatten. Sie müssten mit extremen Meinungen bekannt geworden sein, die sie Entscheidungen treffen ließen, die nicht im Interesse ihres Kindes gestanden seien, erklärte Sharon Platt-McDonald, die Leiterin der britischen Abteilung für Gesundheitsdienste der Kirche.

Peter Landless, weltweiter Leiter der Abteilung für Gesundheitsdienste der Kirche betonte, die Kirche empfehle ihren Mitgliedern keineswegs extreme, unausgewogene Ernährungsweisen, die nicht evidenzbasiert sei.

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten steht für eine ausgewogene Lebensweise und befürwortet wissenschaftliche Medizin. Aufgrund des gesunden Lebensstils vieler ihrer Mitglieder haben Adventisten eine höhere Lebenserwartung als der Durchschnitt, wie Studien ergeben haben.

 

Quellen:

[1] http://documents.adventistarchives.org/Statistics/Other/SDAWorldChurchStatistics2017.pdf, S. 2.

[2] http://documents.adventistarchives.org/Statistics/ASR/ASR2019.pdf, S. 6.

Autor: Oliver Fichtberger

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