Das Brot

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Woran denkst du, wenn du das Wort „Brot“ hörst bzw. liest? Bekommst du sofort Hunger? Mir fällt dazu eine Geschichte ein, die ich vor längerer Zeit gelesen habe und die ich mit dir teilen möchte:

In den ersten Jahren nach dem Krieg war ein Arzt todkrank. Da schickte ihm ein guter Freund ein halbes Brot, damit er etwas zu essen hatte. Der Arzt aber dachte an die viel jüngere Tochter eines Nachbarn und ließ dem Mädchen das Brot schicken. Die Nachbarsfamilie wollte das wertvolle Brot aber nicht für sich behalten und gab es weiter an eine arme alte Witwe, die oben im Haus in einer kleinen Dachkammer hauste. Die alte Frau brachte das Brot ihrer Tochter, die mit zwei kleinen Kindern ein paar Häuser weiter wohnte und nichts zu essen hatte. Die Mutter dachte, als sie das Brot bekam, an den Arzt, der todkrank war. Sie sagte sich, dass er ihrem Jungen das Leben gerettet und kein Geld dafür genommen hatte. Nun sah sie die gute Gelegenheit, es ihm zu danken, und ließ das Brot dem Arzt bringen. Dieser erkannte das Brot sofort und als er es in seiner Hand hielt, sagte er: „Solange Menschen unter uns leben, die so handeln, braucht uns um unsere Zukunft nicht bange zu sein. Das Brot hat viele satt gemacht, obwohl keiner davon gegessen hat.“

Ich habe heute schon ein Stück Brot gegessen. Es hat mich gestärkt. Gott stärkt uns auch durch das Wort des Lebens, das Jesus uns gebracht hat. Er ist das Brot, das uns wirklich satt macht. Jeden Tag ist er da, wenn wir aufwachen - wie das Manna in der Wüste. Hab keine Angst vor dem Morgen. Gott ist auch morgen wieder da.

Das Brot in der Geschichte hat viele satt gemacht, denn Menschen dachten nicht an sich und ihre Bedürfnisse, sondern gaben diesen kostbaren Schatz weiter. Jesus macht mich satt, tief in meinem Herzen. Ich möchte dieses Brot weitergeben, mit dem Menschen teilen, den Gott mir heute ans Herz legt. Probier´s mal aus. Brot teilen, Liebe teilen, Evangelium teilen. Und alle werden satt.   

Autor: Claudia Flieder

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